Ratgeber

Was koche ich diese Woche? Ein Vorgehen statt einer Rezeptliste

Es fehlt dir nicht an Rezepten. Es fehlt an einer Entscheidung, und die wird nicht leichter, wenn du noch mehr Rezepte siehst.

Wer diese Frage in eine Suchmaschine tippt, bekommt tausend Vorschläge und ist danach ratloser als vorher. Der Grund ist einfach: Das Problem ist nicht Mangel, sondern Überfluss. Jede zusätzliche Option macht die Entscheidung teurer.


Die meisten Familien kochen zwanzig Gerichte

Wenn du aufschreibst, was bei euch in den letzten drei Monaten wirklich auf dem Tisch stand, kommst du selten über zwanzig verschiedene Gerichte. Das ist kein Armutszeugnis, sondern völlig normal – und es ist die Lösung.

Diese zwanzig sind deine Stammliste. Sie sind erprobt, die Zutaten sind vertraut, niemand muss überredet werden. Was du planst, ist eine Auswahl daraus, keine Erfindung.

Die Stammliste anlegen

Setz dich einmal hin und schreib alles auf, was ihr esst und was funktioniert. Nicht das, was du gerne kochen würdest – das, was ihr tatsächlich esst. Zwanzig Zeilen, mehr braucht es nicht.

Sortiere sie dann nach Aufwand: schnell, normal, aufwendig. Damit hast du beim Planen sofort die Antwort auf die eigentliche Frage, nämlich nicht "was", sondern "was passt an einen Dienstag".

Wiederholung ist kein Makel

Familien mögen Wiederholung mehr, als Kochblogs zugeben. Kinder essen lieber, was sie kennen, und du kochst schneller, was du auswendig kannst. Ein Gericht alle zwei Wochen ist keine Eintönigkeit, sondern Verlässlichkeit.

Abwechslung entsteht besser über Beilagen und Saucen als über ständig neue Rezepte. Dieselben Nudeln mit vier Saucen sind vier Gerichte.

Wann neue Gerichte dazukommen

Einmal pro Woche eines, am besten an einem Tag mit Luft. Was funktioniert, wandert in die Stammliste. Was nicht, wird gestrichen und nie wieder erwähnt.

So wächst die Liste langsam und bleibt trotzdem erprobt. Nach einem Jahr hast du dreißig Gerichte, von denen jedes einzelne schon einmal geklappt hat.


Die Frage "Was koche ich diese Woche" beantwortet man nicht mit Inspiration, sondern mit einer Liste, die man schon hat.

In Zettelini legst du deine Stammgerichte einmal an – danach ist die Wochenplanung eine Auswahl statt einer Suche.

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